Geschichte(n) ................... - Die Naturschänke im Wandel der Zeiten -

Die Naturschänke in Malschendorf besitzt eine sehr wechselvolle Geschichte, welche sich bis in die Anfänge des 20.Jahrhunderts zurückverfolgen lässt.
Damals richtete Gustav Thiebel eine "Haltestelle für durstige Seelen" ein. Einheimische, sowie viele Dresdner, machten hier vor allem an schönen Tagen und an Wochenenden Rast. Später entstand in dem Fachwerkwohnhaus des Thiebelschen Hofes eine ordentliche Schankwirtschaft, wo man auch damals schon ein gutes "Radeberger" genießen konnte. Diese "alte" Naturschänke, welche 1978 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde, befand sich ungefähr an der Stelle, wo sich heute unser Anbau mit dem Kaminzimmer und den beiden Ferienwohnungen befindet.
Der Name "Naturschänke" ist vermutlich auf die herrliche Lage und auf die idyllischen Grotten, welche sich in deren Garten befanden, zurückzuführen. Eine andere Legende besagt, dass Herrn Thiebel, als er das Schankrecht für Bier beantragte, ihm dies von Amts wegen verweigert wurde. Er sollte nur alkoholfreie Getränke und selbst hergestellte Säfte verkaufen dürfen. Wutentbrannt verließ er die Amtsstuben und rief zurück: Da ist das ja eine richtige "Naturschänke".

Bis 1963 blieb die Naturschänke im Besitz der Familie Thiebel und wurde zuletzt von Frau Alma Thiebel bewirtschaftet. Da keine Nachfolger in Sicht waren, verkaufte Frau Thiebel das Anwesen an die Gemeinde Malschendorf. Diese baute an das damalige Gartenhaus vorn und hinten an und fertig war die "neue" Naturschänke.
Von 1963 bis 1989 gaben sich nun die unterschiedlichsten Wirtsleute sprichwörtlich die Klinke in die Hand. Manche blieben nur wenige Wochen oder Monate, andere hielten es doch schon mal ein paar Jährchen aus. Sie alle trugen aber dazu bei, dass die Naturschänke nicht ganz in Vergessenheit geriet.

Seit 1990 bewirtschaften nun wir die Gaststätte und konnten diese 1991 auch käuflich erwerben. Durch schrittweise grundlegende Rekonstruktion haben wir versucht, die ehemals bescheidene Ausstattung in einen gemütlichen Gastraum nebst modernst eingerichteter Küche umzuwandeln.
2001 bauten wir auf dem neu erworbenen Land auf der anderen Straßenseite einen neuen Parkplatz und 2003 legten wir die dahinter liegende Festwiese anlässlich der 625-Jahr-Feier von Krieschendorf an.
2003/04 folgte in Anlehnung an die "alte Naturschänke" der Anbau mit dem bereits erwähnten Kaminzimmer und den zwei Ferienwohnungen.